[ti:Das Bier ich in der Rechten trug] [ar:Versengold] [al:Algebraeu] [by:] [offset:0] [00:00.00]Das Bier ich in der Rechten trug - Versengold [00:15.57]Ich schlenderte gemach versonnen aus der Schänkentür [00:23.11]Mit Armen voller Freudenwonnen lag die Nacht vor mir [00:30.02] [00:30.72]In meinem Mund ein Pfeifchen hing im linken [00:35.59]Arm ein Mägdlein ging [00:38.27]In rechter Hand ein Krug voll Bier [00:41.88]So Wandelten hinaus wir vier [00:46.09] [00:47.64]Doch als ich auf die Straße trat voll [00:51.68]Frohgemut und sinn [00:54.84]Schritt ich in schlammig' Stadtunrat [00:58.50]Und schlitterte dahin [01:01.56] [01:02.21]Der Untergrund geschwind entglitt [01:05.96]Im schwung nahm [01:07.32]Ich das Mägdlein mit [01:09.66]Die mir im Schreck und ihrem Flug [01:13.39]Das Pfeifchen aus dem Munde schlug [01:17.81] [01:18.82]Die Welt sie hielt den Atem an die [01:22.97]Zeit stand stockend still [01:26.58]Und ich ersann was ich noch retten [01:30.14]Kann und retten will [01:33.24] [01:35.26]Ich stützte mich mit linker Hand [01:38.94]Und warf mich hoch empor [01:42.89]Und zog dabei nicht grad galant am [01:46.99]Haar das Mägdlein vor [01:50.10]Dann trat ich mit dem Fuß die Pfeif' [01:53.91]Die flog in einem Funkenreif [01:57.59]Hinweg der Magd die grad [02:00.20]Nach vorn wie ich erneut den Halt verlor'n [02:04.98] [02:06.30]Ich warf mich also auf den Rücken [02:10.54]Und mit linker Hand und Knie [02:13.97]Tat ich sie wuchtig von [02:16.52]Mir drücken daß sie rittlings fiel und schrie [02:21.13]Grad noch erreichte denn mein [02:24.09]Schuh das Pfeifchen [02:25.77]Und ich trat schnell zu [02:28.27]So sauste sie erneut hinweg [02:31.68]Dem Weib sich nähernd Straßendreck [02:35.97] [02:37.36]Die Welt sie hielt den Atem an die [02:41.30]Zeit stand stockend still [02:44.49] [02:45.01]Und ich ersann was ich noch retten kann [02:49.36]Und retten will [02:51.73] [02:53.59]Ich schwang mein' Oberleib hinauf [02:57.47]Und hielt und riß die Magd am Kleid [03:01.18]Das hat sie zwar nicht von dem Sturz [03:04.77]Doch von dem schnöden Kleid befreit [03:08.38]Dann wollt' ich daß mein Munde fing [03:11.72]Das Pfeifchen das zu Boden ging [03:15.45]So beugte ich mein Kreuze krumm [03:18.95]Und fing es zwar doch falsch herum [03:22.32] [03:24.39]Voll Schmerz gepeint spie ich die Glut [03:28.06]Im allzu weiten Bogen aus [03:31.74]Und streckte mich voll Übermut mit [03:35.83]Letzter Kraft in Saus und Braus [03:39.05]In Richtung Magd die leuchtend gar [03:42.39]Mit meiner Funkenglut im Haar [03:46.01]Trotz all der Müh' die ich mir gab fiel [03:49.84]Klatschend in den Stadtunrat [03:53.27] [03:54.92]Die Welt sie hielt den Atem an die [03:58.95]Zeilt stand stockend still [04:02.04] [04:02.55]Und ich ersann was ich noch retten [04:05.99]Kann und retten will [04:09.06] [04:10.67]So stand ich denn betreten da von Schlamm [04:15.44]Und Matsch benetzt [04:17.50] [04:18.03]Besudelt stinkend muffig gar vom [04:21.65]Straßendreck durchsetzt [04:24.17] [04:24.82]Vor einer Magd die halbnackt war mich [04:28.57]Schmorend und verletzt besah [04:31.59]Und trotzig sich denn abgewandt [04:34.82]Ist schluchzend sie nach Haus gerannt [04:38.91] [04:40.23]Auch mein guter Tabak war [04:43.67]In aller Welt verstreut [04:46.96]Mein guter edler Tabak den genießen wollt' [04:52.30]Ich heut [04:53.94]Dahin war die erhoffte Nacht so hab ich mich [04:58.91]Denn heimgemacht [05:00.65]Und trank frustriert in einem Zug das [05:04.34]Bier ich in der Rechten trug